In dem Projekt „Körper not just me and you“ sind sich 10 erwachsene Menschen zwischen 23 und 56 Jahren begegnet. Das Projekt wurde von der Stiftung der Sparkasse Bielefeld und der Volksbank in Ostwestfalen gefördert, somit war die Teilnahme am Projekt kostenlos.
Die Gruppe hat sich insgesamt 9 mal im Haus von TheaterImpulse getroffen. Durch Körperübungen, Atmung und Meditation sind die Teilnehmer*innen von mal zu mal mehr bei sich angekommen. Sie haben sich in ihrem Körper verankert und bewusst in ihn hinein gespürt. Einige Glaubenssätze sind an die Oberfläche gekommen. Durch das bewusste Spüren des eigenen Körpers und der eigenen Bedürfnisse konnten die Teilnehmer*innen besser ihre eigenen Grenzen im Kontakt mit den anderen spüren und für sie eintreten. Aus der Tiefe ist viel Freude und Leichtigkeit entstanden. Wir haben viel getanzt und gelacht.
Weiterhin finden Selbstzahler - Workshops zum Thema statt.
Stimmen von Teilnehmerinnen:
Wie würdest du den Kurs für eine externe Person beschreiben?
"Es ist ein Ort einfach anzukommen in dem eigenen Körper, seinen Grenzen und Gefühlen. Mit starkem Empowerment, tollem Miteinander Lachen und ohne Bewertung fühl ich mich sicher, mich auf die Gruppe und die Übungen einzulassen."
"Also, ich hab den Kurs folgendermaßen beschrieben: es ist ein Raum, in dem erleben und fühlen, besonders auf der Wahrnehmungsebene stattfindet. Ganz genau zu spüren, körperlich was passiert, wie ich mich bewege, wie fühle ich mich in der Bewegung, wie nehme ich mich selbst im Raum wahr, wie nehme ich andere im Raum wahr. Wie nehme ich mich , meinen Körper, mein Feld - auch in Bezug zu den anderen Körpern, Energien und Felder im Raum wahr."
Gab es ein besonderes Erlebnis/einen besonderen Moment?
"Mehrere, ich glaube ich durfte ganz viele tolle Metaphern für die jeweiligen Schritte zurück und nach vorn finden. Das Zulassen und Auffangen von schwierigen Situationen hat mich beeindruckt."
"Also ich hatte zwei besondere Momente, einer war als einer der teilnehmenden ganz frei seine Gefühle gezeigt hat, und obwohl wir uns nicht gut kannten, hab ich gespürt, dass der Raum einfach total geschützt war und irgendwie hat die Bewegung, in der wir uns vorher befunden haben die Schwingung dafür hergestellt, einfach loszulassen."
"Ein anderer besonderer Moment war die Übung der Schritte, die wir ganz langsam machen sollten. Das war für mich schon irgendwie tantrisch. Ich habe da irgendwie so ein Gefühl mitgenommen, ein Gewahrseim mit nach Hause genommen . Ein Gewahrsein dafür, langsame achtsame Bewegungen zu machen, mich selbst mehr zu spüren, im Kontakt mit anderen und meinen Raum wahrzunehmen und den Raum der anderen und eben den Raum dazwischen."
Was nimmst du mit?
"Ich laufe immer mal wieder rückwärts, um mir klarzumachen: Es ist anstrengend und nach der Eingewöhnung schön, zurückzublicken. Zudem ist es so wohlfühlend, diese Ruhemomente und Scans in sich selbst hinein zu stärken."
Würdest du nochmal an dem Kurs teilnehmen?
"Auf jeden Fall :)"
"Danke Rosalie für diese wundervollen Aus- und Verarbeitungszeiten in dem Alltag. Ich vermisse es jetzt schon und freue mich, euch alle irgendwann wiederzusehen! Ich würde den Kurs auf jeden Fall noch mal machen;) fand aber auch, dass es nicht nur die Inhalte waren, sondern alles, was sich darüber hinaus entwickelt hat. Also vielen vielen Dank noch mal dafür."
TheaterImpulse e.V. war 2022 und 2023 Hauptkoordinator des Projekts "Theater as collective language" (Theater als kollektive Sprache“). Das Projekt beschäftigte sich mit der Entwicklung und dem Erforschen von nonverbalen Theatermethoden für die Arbeit mit transkulturellen Gruppen.
Wir sind der Überzeugung, dass nonverbale Ansätze in der Pädagogik einen Vorteil gegenüber (verbalen) Formaten haben, insbesondere in der Arbeit mit Gruppen, die beispielsweise nicht die selbe Sprache sprechen. Non-verbales Theater bietet kreative Ausdrucksweisen, um Kennenlern- und Arbeitsprozesse konstruktiv, wertschätzend und potential-orientiert zu unterstützen.
Im Folgenden wollen wir euch die einzelnen Stationen des Projektes kurz vorstellen. Die gemeinsame Publikation des Projektes: Manual for „Non-verbal Theater Methods“ findet ihr hier!
Fragen und Anmerkungen könnt ihr an die Projektverantwortliche richten unter: [email protected]
Das Projekt wurde vollständig von Erasmus+ finanziert und ging von April 2022 bis September 2023. Das Projekt beinhaltete folgende Aktionen
A.1 Desk Research (Recherchearbeit zum Thema non-verbales Theater)
A.2 Staff Training (Training für Mitarbeiter:innen)
A.3 Local Pilots (Implementierung der gelernten Methoden)
A.4 Training Course (Training Kurs zu den erarbeiteten Methoden für Außenstehende)
A.5 Advocacy (Workshops zum Kennenlernen der Methoden und des erarbeiteten Manuals)
A.6. Publication development and Closing Conference
Das Projekt hatte zum Ziel, bestehende Methoden zu sammeln, diese in verschiedenen Kontexten zu erproben und schließlich Fachkräften, die mit interkulturellen Gruppen arbeiten, praxisorientierte Werkzeuge zur Erweiterung ihres Repertoires anzubieten. Die Grundidee bestand darin, eine Methodik zu entwickeln, die es Migrant:innen ermöglicht, sich kreativ auszudrücken und bedeutungsvolle und authentische Begegnungen mit anderen in einem sozialen Kontext zu haben. Soziale Interaktionen sind neuen Migrant:innen oft verwehrt, weil sie sich (noch) nicht verbal ausdrücken können. Soziale Kontakte mit der lokalen Gemeinschaft und individuelle Ausdrucksmöglichkeiten sind jedoch entscheidende Voraussetzungen dafür, dass sich eine Person an einem Ort zu Hause fühlen kann und die zudem ihre Integration fördert.
Das Projekt war eine Kooperation zwischen vier Organisationen mit Sitz in Deutschland, Irland und Litauen (Theaterimpulse e.V., Bielefeld, Culture goes Europe, Erfurt, Eurobug Ireland und Eurobug Lithuania).
Das Projekt beinhaltete zunächst eine kleine Forschungsphase (A1), in der alle Partner gemeinsam recherchierten, was in diesem Arbeitsbereich bereits existiert, ob es ggf. politische Unterstützung gibt (oder auch nicht) und außerdem ihre besten Arbeitsmethoden mit den Partnern vor Ort teilten. All dieses gesammelte Wissen floss schrittweise in eine Mitarbeiter:innenschulung (Staff Training: A2) ein, damit diese erlernte Methoden in ihrer Praxis zunächst lokal und dann international erproben können. Basierend auf der Mittarbeiter:innenschulung fanden lokale Pilotprojekte statt, in denen alle teilnehmenden Organisationen in ihren lokalen Kommunities die gelernten Methodiken weiterentwickelten (A3). Eine Bündelungen der praktizierten und entwickelten Übungen und Arbeitsweisen wurde dann in einem internationalen Trainingskurs zusammengetragen, der im November 2022 in Weimar stattfand. Zum Abschluss des Projekts gab es eine finale Konferenz in Weimar, bei der die Ergebnisse des Projektes vorgestellt und für lokale und internationale Akteur:innen sichtbar und durch kleine kreative Inputs direkt umsetzbar gemacht wurden (A6). Zusätzlich hat jede Partnerorganisation eigene Events veranstaltet, um über das Projekt zu informieren und das entstandene Manual bei sich in der Kommunity belkannt zu machen (A5).
Während des gesamten Projektes wurde ein Manual entwickelt, welches eine große Auswahl der entstandenen Workshops gut dokumentiert beinhaltet. Wir hoffen, dass wir so unsere Erfahrungen im Projekt an andere Interessierte weitertragen können. Das Manual könnt ihr euch einfach hier herunterladen.
Falls Fragen zum Projekt bestehen, könnt ihr gerne [email protected] kontaktieren.
Das Projekt fand seinen Abschluss am 30.09.23. Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden für dieses sehr erfolgreiche und inspirative Projekt und wir hoffen dass wir unsere Kooperation in Zukunft noch vertiefen können.
In den Osterferien 2024 fand bei uns im Haus zum dritten Mal ein Podcast-Projekt statt. Kinder zwischen 10 und 14 Jahren machten sich im Historischen Museum auf die Suche nach spannenden Themen, die sie in eigenen kleinen Podcasts umsetzten: vom Skript, über die Audioaufnahmen, Musikauswahl bis hin zum Schnitt. Gefördert wurde das Projekt vom "Kulturrucksack NRW".
Folgeprojekte sind in Planung
