Gemeinsam Einzigartig - ein Kitaprojekt

Uns wurden unterschiedliche Gaben, Stärken, Fähigkeiten und Fertigkeiten geschenkt.

Jeder Mensch ist besonders. Jedes Kind ist besonders. Jedes Kind ist einzigartig. Jedes

Kind hat verdient, dass seine Stärken erkannt, gefördert und anerkannt werden. Jedes Kind ist unterschiedlich. Jedes Kind hat eine individuelle Entwicklung. Jedes Kind darf lernen um Hilfe zu fragen.

 

In dem theaterpädagogischen Projekt “Gemeinsam Einzigartig“ werden wir zusammen mit den 20 Vorschulkindern des evangelischen Familienzentrum Thomas, auf eine Entdeckungsreise gehen. Die Kinder werden sich selbst und einander in dem Prozess besser kennenlernen. Wir werden tanzen, singen, turnen, malen, basteln, toben, musizieren, zählen, Theater spielen, herumalbern und vieles mehr.

Folgende Fragestellungen werden uns dabei begleiten: Was kann ich gut? Was macht mir Freunde? Wobei brauche ich Hilfe? Wem kann ich helfen? Kann ich anderen etwas beibringen? Was sind unsere Gemeinsamkeiten? Wo unterscheiden wir uns? Können wir uns ergänzen?

 

Die Proben werden von Februar bis Juni donnerstags von 9.30 Uhr - 11.00 Uhr in der

Turnhalle des Familienzentrums stattfinden. Die Ergebnisse werden zu einer Szenencollage verarbeitet und aufgeführt. Die einzelnen Szenen werden mit den Kindern zusammen entwickelt. Zusätzlich werden auch das Bühnenbild, Kostüme und Requisiten gemeinsam mit den Kindern und Eltern gebastelt. Das Projekt ist als Gemeinschaftsprojekt angelegt, sodass die Einrichtung und die Eltern immer wieder mit in den Prozess eingebunden und somit Teil davon werden.

 

Z.B. ist geplant an einem der Basteltage zusammen mit Kindern und Eltern für jedes Kind eine Trommel herzustellen. Anschließend gibt es einen Trommeltag, wo die Kinder und auch die Erwachsenen sich ausprobieren können. Vielleicht werden wir mit einer kleineren Gruppe eine Szene mit den Trommeln in die Collage einbauen. Uns ist besonders wichtig, dass die Kinder unterschiedliche Sachen ausprobieren können und bei der Aufführung das zeigen, was ihnen am meisten Freude macht.

Wir leben in einem Leistungssystem und schon in der Schule, sollen Kinder, die ganz unterschiedlich sind, das Gleiche lernen, im gleichen Tempo, mit den gleichen Materialien. Oft stehen die Fähigkeiten und Gaben die außerhalb des schulischen Bereichs liegen nicht mehr im Fokus. Daher wollen wir durch den Prozess und die Aufführung Kinder und Eltern ermuntern diese wahrzunehmen und zu stärken.

 

 

Participatory Performing Arts

Das Projekt „Participatory Performing Arts“ (PPA) zielt darauf ab, Jugend-betreuer: innen und Jugendleiter:innen  die Möglichkeit zu bieten , ihre Kompetenzen in non-formalen Methoden, Theaterpädagogik und partizipativen Künsten zu erweitern. Dabei steht eine effektive Zusammenarbeit im Fokus, sowie das Entwickeln eines pädagogischen Toolkits, welches die Teilnehmer:innen in ihren Pilotprogrammen erforschen und austesten können.

Einblicke in den ersten Workshop:

Projektaktivitäten

Das Projekt umfasst Trainings zu nicht-formalen Lernmethoden der Theaterpädagogik und partizipativen Künsten. Diese werden in zwei Trainingskursen und einem Youth Exchange vermittelt. Im Anschluss werden sechs Pilotprogramme in den Partnerländern gestartet, hier können die Jugendlichen ein lokales Theaterstück erarbeiten. In kooperativen Workshops wird die Integration von Performance-Kunst in die Rahmenbedingungen der Partnerorganisationen angepasst.

 

Projektauswirkungen

Das Projekt stärkt die Teilnehmer:innen in ihren Fähigkeiten der nicht-formalen Lernmethoden, Pädagogik und Theaterarbeit, um in ihrem Pilotprojekt lokale Performances zu erarbeiten. Dabei werden alle Partnerorganisationen partizipative Künste in ihre Arbeit integrieren.

 

Interviews

Im Rahmen des Projekts werden fünf Interviews mit lokalem Akteur: innen, NGOs (Theater- und Migrantenorganisationen), und Jugendbetreuer: innen durchgeführt. Ziel ist es, Erfahrungen, Herausforderungen und Methoden aus den Bereichen partizipative darstellende Künste, Jugendarbeit, Migration, ländliche Entwicklung und Queer-Aktionen zu analysieren. Diese Interviews sollen lokale Allianzen aufbauen, theaterpädagogische Methoden identifizieren, die Bedarfe der Zielgruppen betreffen. Die Erkenntnisse werden in die Entwicklung der Trainingsprogramme einfließen.

 

Online-Forum und Partnerschaften

Ziel ist es, eine Online-Plattform einzurichten um den Austausch über Methoden, Herausforderungen und Erfahrungen zu fördern.  

 

Treffen

Projekttreffen in Bielefeld

Vom 25. Bis 28. Oktober 2024 fand das erste Treffen der PPA-Partner  aus Spanien, Irland, Deutschland, Litauen und Slowenien in Bielefeld statt. Der Fokus des Treffens lag auf der Planung von Interviews, Trainingskursen und dem Jugendaustausch sowie der Vertiefung non-formaler Methoden in den darstellenden Künsten.

 

Bremen, Deutschland

Vom 24.02.2025 bis zum 03.03.2025 fand in Bremen der erste Trainingskurs statt.

 

Merkine, Litauen

Der zweite Trainingskurs findet im Oktober 2025 in Merkine statt.

 

Ceuta, Spanien

Abschließende Aufführung eines Theaterstückes und der internationale Jugendaustausch.

 

Zu den jeweiligen Trainings und dem Youth Exchange erfahrt ihr mehr auf unseren Social-Media-Kanälen.

 

Podcast Workshop "Erinnerungskultur"

In Kooperation mit dem Historischen Museum Bielefeld produzieren wir derzeit mit 9 Kindern und Jugendlichen zwischen 11 uns 14 Jahren Podcasts zum Thema "Erinnerungskultur".

Die Ergebnisse sind am 8. Mai im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum Ende des 2. Weltkriegs im Alten Rathaus Bielefeld zu bewundern.